autismus Oberbayern, Vereinigung zur Förderung von autistischen Menschen



Aus dem Verein

Informationen an alle Eltern zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ab 1.1.2010

Liebe Eltern,
es wird am 1.1.2020 eine sehr wichtige Umsetzung des BTHG erfolgen. Bisher hat der Bezirk den „Pflegesatz“, den der Träger des Heims mit ihm vereinbart hatte und die Grundsicherungsleistungen einschließlich Bekleidungspauschale, einschließlich „Barbetrag“ (Taschengeld) auf die der behinderte Mensch einen Anspruch hat, komplett an das Heim gezahlt.

Das BTHG erfordert aber eine Trennung der „existenzsichernden“ Leistungen (also Miete, Lebensunterhalt usw.) von den „Fachleistungen“, die für die Bezahlung der Betreuer vereinbart sind.

Deshalb muss der Bezirk zwar das Geld für die „Fachleistung“ Betreuung und Pflege direkt an das Heim überweisen. Das Geld für die Kosten des Wohnens, des Lebensunterhalts inkl. Verpflegung muss er aber auf ein Extrakonto (neu einzurichten) des behinderten Menschen überweisen und dieser muss das Geld an das Heim überweisen.

Daraus ergibt sich auch, dass der Wohn- und Betreuungsvertrag, den Sie mit dem Heim geschlossen haben, angepasst werden muss.

Diese Information werden Sie in der nächsten Zeit von Ihrem Heimträger und vom Bezirk bekommen. Sie sehen also, da rollt eine Welle an bürokratischen Anforderungen auf Sie zu. Um es allen Beteiligten zu erleichtern werden Sie zusätzlich zu dieser Information noch drei Anhänge an das Schreiben des Bezirks / des Heims erhalten:

  • eine Einverständniserklärung zur Direktüberweisung der Kosten der Unterkunft und der Heizung vom Bezirk an das Heim
  • eine Einverständniserklärung zur Direktüberweisung des Entgelts für die Lebensunterhaltsleistungen vom Bezirk an das Heim
  • eine Einverständniserklärung zur Direktüberweisung des Barbetrags und der Bekleidungspauschale vom Bezirk an das Heim

Wenn Sie diese Einverständniserklärungen unterschreiben, geht im Prinzip alles wie früher. Und Sie ersparen sich die Mühe, jeden Monat zu überprüfen, ob die Überweisungen geklappt haben. Deshalb rate ich den Familien, die Einverständniserklärungen zu unterschreiben.

Dr. Nicosia Nieß


Frühstückstreffen für Eltern im Autismus-Spektrum

Wenn Sie an unserem Frühstückstreffen teilnehmen wollen, melden Sie sich bei Nanna Lanz unter der Mail-Adresse fruehstueckstreffen@autismus-oberbayern.de.

Bitte geben Sie kurz an, ob Sie selber eine Diagnose aus dem autistischen Spektrum haben. Auch geben Sie bitte an, ob Sie Kinder haben und ob diese ebenfalls eine Diagnose aus dem autistischen Spektrum haben.

Wenn Sie wollen, können wir Ihre Adresse in den entsprechenden Mailverteiler der Frühstückstreffen aufnehmen. Sie bekommen dann regelmäßig Informationen.

N. Lanz


Familie für Interview zum Thema Schulbegleitung gesucht

Anlässlich des zehnten Jahrestages des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März 2009 plant die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe ein "Buch Zwei" (drei Seiten für ein Thema) zum Thema Inklusion an Schulen. Es soll kein allgemeiner Bericht werden, sondern eine Reportage nah an Menschen erzählt. Frau Eckardt (SZ) ist dafür auf der Suche nach einem Schulbegleiter/in und seinem/ihrem Schulkind, die sie ein paar Tage im Schulalltag begleiten darf. Die Reportage soll zeigen, was bei der Inklusion an Schulen geht, was möglich ist, wo die Probleme liegen, was sich in den letzten Jahren getan hat, vor allem aber auch, was noch getan werden muss und wo die Probleme liegen.

Neben dem Schulbegleiter/in müsste natürlich zu allererst die Familie des zu begleitenden Kindes einverstanden sein, ebenso wie die Schule (die Anfrage hier würde Frau Eckard selbst übernehmen). Was die Familie betrifft, so ist auch eine Anonymisierung vorstellbar, ebenso bei der Schule. Mit den Klassenkameraden müsste sie nicht weiter sprechen, sie würde sich als „stille Beobachterin“ hinten in die Klasse setzen.

Da es sich um ein sensibles Thema handelt, ist sie auch gerne zu einem ersten Kennenlernen bereit, nachdem sich alle Beteiligten dann noch mal überlegen können, ob sie Lust haben, mitzumachen. Auch darf natürlich alles vor Erscheinen autorisiert werden.

Seitens Autismus-Oberbayern wird das Projekt von Mitgliedern der Vorstandschaft betreut.

Das alles klingt nach viel Aufwand, aber wir glauben es lohnt sich, weil solche Geschichten (eben gerade deshalb) viel zu selten erzählt werden.

Eltern, die sich vorstellen können, dass ihr Schulkind und deren/dessen Begleiter für diese Aufgabe bereit sind, melden sich bitte per E-Mail bei Wolfgang Müller unter wolfgang.mueller@autismus-oberbayern.de


Individuelle Beratung von Familien zu Kommunikation und Förderung im häuslichen Umfeld

Mit der Diagnose „Autismus-Spektrum-Störung“ ergeben sich viele Fragestellungen für Eltern:

  • Wie können wir unser Kind fördern?
  • Wie können wir unserem Kind helfen, mit uns zu kommunizieren?
  • Welcher Kindergarten, welche Schule kommen in Frage?
  • Welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es?
  • Welche Anträge können wir jetzt stellen?

Diese und ähnliche Fragestellungen sollen in einer Beratung im häuslichen Umfeld im Mittelpunkt stehen.

Schwerpunkte sind dabei die Förderung der Kommunikation und Beratung rund um Unterstützte Kommunikation, häusliche Fördermöglichkeiten und Therapien, Begleitung bei der Beantragung von sozialrechtlichen Leistungen und Hilfsmitteln sowie Beratung rund um Kindergarten und Schule.

Die Beratung kann im häuslichen Umfeld oder bei Bedarf im Kindergarten oder der Schule des Kindes stattfinden.

Kontakt: Sandra Dengler
Tel.: 01515 / 4783717
E-Mail: autismus-beratung@gmx.de


Neurofeedback bei Autismus-Spektrum-Störungen

Gerade bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung kann Neurofeedback eine wirksame Therapiemethode sein, da es die Selbstregulations-Fähigkeit des Gehirns verbessert. Mögliche Fehlregulationen in verschiedenen Hirnarealen können ausgeglichen werden, indem unser Gehirn das Feedback nutzt, um die eigene Tätigkeit wieder zu optimieren.
Neurofeedback hat in der Regel auch einen positiven Effekt auf begleitende Symptome, wie Zwänge, Depressivität oder Ängste. Ebenso kann es z. B. bei Epilepsie, geistiger Behinderung oder Kopfschmerzneigung/Migräne eingesetzt werden.

Wie funktioniert Neurofeedback?
Beim Neurofeedback werden Elektroden mit Paste an der Kopfhaut angebracht, um die elektrische Hirnaktivität zu messen. Diese Aktivität wird dem Klienten über einen Film oder ein Computerspiel zurückgemeldet.
Bei dem Othmer-Neurofeedback sind weder ein Verständnis noch eine aktive Mitarbeit des Klienten notwendig, da der Lernprozess des Gehirns auf unbewusster Ebene stattfindet. Deshalb kann dieses Verfahren schon bei Kindern ab einem Jahr und bei Menschen mit geistiger Behinderung oder Demenz erfolgreich angewendet werden.

Nach dem ILF-Grundlagentraining – ILF steht für Infra Low Frequency – kann man darauf aufbauend ein Tiefenzustands-Training durchführen. Hier erleben die Klienten entweder meditative Zustände tiefen Friedens (Synchronie-Training) oder versetzen sich durch das Feedback in einen tiefenentspannten Trancezustand (Alpha-Theta-Training), in dem das Gehirn unbewusste Blockaden oder traumatische Erfahrungen verarbeiten und auflösen kann.

Infoveranstaltung über Neurofeedback
Zeit: Freitag von 17:00 bis 19:00 Uhr oder Samstag von 15:00 bis 17:00 Uhr
Termin: sobald 10 Teilnehmer angemeldet sind
Ort: München, Poccistr. 5
Anmeldung: gernot.wuehrer@gmail.com

Gernot Wührer ist Diplom-Psychologe, Magister-Pädagoge, Neurofeedback-Therapeut und hat selbst eine autistische Schwester. Er hat 20 Jahre Erfahrung im Sozialtraining von autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie in der Arbeit mit Geschwisterkindern.

Kostenerstattung und Ablauf
Als Psychologe hat Herr Wührer die Heilpraktiker-Erlaubnis auf dem Gebiet der Psychotherapie, aber keine Kassenzulassung. Eine reguläre Kostenerstattung ist deshalb nur über eine private Krankenversicherung möglich.
Im Rahmen einer Verhaltenstherapie kann Neurofeedback als Methode angewendet werden und kann dann von den Krankenkassen als Psychotherapie im Rahmen der Kostenerstattung genehmigt werden.
In der Regel werden 20 Sitzungen à 50 Minuten durchgeführt.
Die Kosten für eine Sitzung belaufen sich auf 95 EUR.

Praxis G. Wührer
Sendlinger-Tor-Platz 11, 5. Stock
80336 München
Tel. 0170-804 22 91


Elterntreffen in München Innenstadt und Freising

Die Elterntreffen in München "Innenstadt" und Freising finden wieder statt.
Vorerst gibt es leider noch keine Trennung nach Alter der Kinder, es können aber am Veranstaltungsabend Gruppen nach Themen gebildet werden.

Der nächste Termin für München: 04. April 2019. Veranstaltungsort: Hotterstraße 18, 80331 München (ehemaliges Gasthaus Hundskugel).

Der nächste Termin für Freising: 19. März 2019. Veranstaltungsort: Tagungshaus VivaVita, Gartenstraße57, Freising.
Beginn ist jeweils 19:00 Uhr

Rückfragen gerne an Wolfgang Müller per E-Mail (wolfgang.mueller@autismus-oberbayern.de)


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Danke

Dank an die Krankenkassen

In den vergangenen Jahren hat uns die ARGE Krankenkassen (ein Zusammenschluss aus AOK, BKK, Knappschaft, Landwirtschaftliche Krankenkasse, IKK und vdek – Verband der Ersatzkassen) durch die pauschale Förderung unsere Arbeit und unsere Geschäftsstelle ganz wesentlich unterstützt. Ohne die großzügigen Zuschüsse der Techniker Krankenkasse, der DAK und der Barmer hätten wir auch sehr erfolgreiche Projekte wie die Geschwisterseminare, die individuelle iPad-Beratungen und die Klettergruppen nicht in dieser Weise durchführen können. Wir danken allen herzlich.

Im Dezember 2018 haben wir wieder Anträge auf Selbsthilfeförderung in 2019 gestellt. Wir sind sehr dankbar und erleichtert, dass auch diese Anträge wieder angenommen wurden:
So unterstützt uns die ARGE der Krankenkassen wieder mit einer Pauschalförderung von 62.000 Euro. Die TK fördert wieder unsere Klettergruppen mit 4.444,10 Euro, die DAK unsere Geschwisterseminare und die Barmer die individuelle iPad-Beratung.

A. Merz


Dank an alle Mitglieder und Spender

Mancher wird sich fragen, wieso wir bei den genannten Zuschussbeträgen (bei der Pauschalförderung ja sogar im fünfstelligen Bereich) überhaupt noch Spenden brauchen. Tatsächlich lagen unsere Gesamteinnahmen in 2018 bei ca. 660.000 Euro (im Vergleich 2017: ca. 700.000 Euro) und unsere Gesamtausgaben in 2018 bei 670.000 Euro (im Vergleich 2017: 710.000 Euro), so dass wir in den letzten beiden Jahren trotz der Zuschüsse einen Verlust von je ca. 10.000 Euro ausweisen mussten. Da dies auch in den zwei Jahren davor nicht anders war, liegt eine unserer Prioritäten in 2019 darin, wenigstens nicht mehr Ausgaben als Einnahmen zu haben und somit keinen Verlust zu haben.

Alle Mitgliedsbeiträge und Spenden helfen uns bei diesem Vorhaben. Danke!

A. Merz


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Freizeitangebote

Freizeittreff für sprechende Autisten

An der Freizeitgruppe „Aspietreff“ können selbständige Menschen mit Besonderheiten aus dem Autismus-Spektrum ab 18 Jahren teilnehmen. Wir treffen uns einmal im Monat an einem Samstag (meist von 14 – 17 Uhr) und unternehmen etwas zusammen, wie z.B. einen Ausflug, einen Museumsbesuch, Bowling, kehren ein und haben eine schöne Zeit.
Der Beitrag beläuft sich auf 10,- Euro je Teilnahme.

Wer zum ersten Mal dabei sein möchte und/oder wer noch nicht im E-Mail Verteiler oder auf der Adress- bzw. Telefonliste ist, bitte zuvor anmelden, da die Uhrzeit, je nach geplanter Aktivität, unterschiedlich sein kann.

Die Aspietreff-Termine in 2019 werden sein:
6. April, 18. Mai, 1. Juni, 13. Juli, Sommerpause, 14. September, 19. Oktober, 16. November, 14. Dezember 2019

Kontakt: Michaela Zimmermann (Dipl. Soz. Univ.)
Mobil: 0176 / 84031120
E-Mail: zimmermann.michaela@gmx.de

M. Zimmermann


U-Bahn-Club

Der U-Bahn-Club trifft sich in 2019 an folgenden Terminen:
23.03.2019, 27.04.2019, 18.05.2019, 15.06.2019, 13.07.2019, Sommerpause, 21.09.2019, 19.10.2019, 16.11.2019, 14.12.2019

Der U-Bahn-Club findet immer samstags von 11.30 bis 14.30 Uhr statt. Wir treffen uns in der Poccistr. 5.

Information u. Anmeldung: Irene Sawicki, Tel.: 089 / 316 51 46

I. Sawicki


Geschwisterseminare 2019

Termine der Geschwisterseminare für Kinder:
23./24. März 2019, 15./16. Juni 2019, 19./20. Oktober 2019

Termine der Geschwisterseminare für Jugendliche:
(Achtung Änderung!) 27./28. April 2019, 20./21. Juli 2019, 16./17. November 2019

Wegen der großen Nachfrage an den Geki-Seminaren kann es sein, dass neue Kinder nicht direkt in die bestehenden Gruppen aufgenommen werden können. Frau Klas (geb. Ilgner) erarbeitet derzeit ein neues Verfahren, damit es keine Wartezeiten mehr gibt.

Kontakt und Informationen: Sandra Klas, Tel.: 0173 / 578 9367, gekis@autismus-oberbayern.de


blubb Schwimmschule - Schwimmen für besondere Kinder

Die blubb Schwimmschule Markt Indersdorf bietet erfolgreich seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Autismus Verband Oberbayern Schwimmkurse für autistische Kinder an.
Mit viel Empathie der Kursleitungen ist es uns möglich, auch besonderen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich im Wasser frei und selbstständig zu bewegen oder zu spielen.

Unser Ziel ist es

  • den Kindern das Element Wasser näher zu bringen
  • Motivation zum Schwimmen und spielen im Wasser
  • Förderung der Motorik und Muskulatur durch individuelle Betreuung
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenzen
  • Stimulation der Wahrnehmungsfähigkeit

wir bieten

  • geschlossene Kursstunden in geschützter Umgebung, kein Publikumsverkehr
  • Anleitung und Unterstützung durch ausgebildete Schwimmlehrerinnen + Assistenz
  • Kinder dürfen bei Bedarf von einem Elternteil begleitet werden
  • Bereitstellung sämtlicher Schwimmhilfen und Wasserspielzeug
  • Wassertemperatur des Pools 32°C, indirektes Licht, geräuscharme Umgebung
  • die Beckentiefe von 1.30m bietet zusätzliche Sicherheit

Ab Mai 2019 möchten wir auch anderen Kindern mit Handicap die Möglichkeit geben, unbeschwert, in geschützter Atmosphäre und mit professioneller Unterstützung schwimmen zu lernen.

Basiskurs: 11.05.2019 – 13.07.2019 um 12 Uhr, Kosten: 180 Euro

Die Plätze sind begrenzt, bitte melden sie sich per Email bei Jana Hebbeler: j.hebbeler@blubb-schwimmschule.de


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Freizeiten u. Familienfortbildungen 2019

Änderungen bzw. Absage bei den Familienfortbildungen

Die geplanten Familienfortbildungen, die im letzten Rundbrief angekündigt wurden, können leider aus verschiedenen Gründen nicht wie geplant durchgeführt werden (zu wenig Interessenten, Absage des Feriendorfes bzw. der Alternativen, Unsicherheiten bei der Bezuschussung).

Unser Verein hat aber Kontakt zu einem Feriendorf in Inzell aufgenommen, um ca. 5 interessierten Familien im Herbst einen Alternativvorschlag für „gemeinsame betreute Ferien“ unterbreiten zu können.

Alle Familien, die sich bei uns wegen der Familienfortbildungen gemeldet haben, werden bis Anfang Mai nochmals kontaktiert, da wir erst dann wissen, welche Anzahl an Häusern uns zur Verfügung steht und wir daher erst dann die entstehenden Kosten genau abschätzen können.

A. Merz


Kinderfreizeit 2019 – wir suchen dringend noch 1-2 Mädchen!

Auch in 2019 wird es wieder eine Kinderfreizeit geben, wenn sich genügend Teilnehmer finden. Unsere 8-tägige Kinderfreizeit ist für selbständige Kinder von 10 bis 18 Jahren geeignet, die ihre Ferien in einer Gruppe verbringen möchten – ohne Eltern. Betreut werden die Kinder und Jugendlichen von drei erfahrenen FreizeitleiterInnen. Es werden viele Ausflüge gemacht, zusammen gekocht und gespielt.

Die Freizeit findet in der ersten Septermberwoche, 31.08. – 07.09.2019 statt. Der Ort wird noch festgelegt, es wird voraussichtlich wieder in den Bayrischen Wald gehen.

Kosten: Die Betreuungsleistungen (bei 5 Teilnehmern) betragen ca. 355 Euro, der Eigenanteil an Unterkunfts-, Verpflegungs und Fahrtkosten ca. 300 Euro, ca. 180 Euro werden als Taschengeld für Ausflüge, Eintritte und individuelle Wünsche benötigt.

Wir suchen dringend noch 1-2 Mädchen, die mitfahren möchten!

Bei Interesse können Sie sich ab jetzt bei Frau Alexandra Merz voranmelden: alexandra.merz@autismus-oberbayern.de

A. Merz


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Künstlerische Angebote

Theatergruppe „Die Körpermomente“

Spiegelgeblieben - Liegengespiegelt

Die Theatergruppe DIE KÖRPERMOMENTE ist gut in das Jahr 2019 gestartet. Wir haben in diesem Jahr interessante Theaterprojekte an verschiedenen Orten zu präsentieren. Unser erster Auftritt wird am 30. März 2019 um 19.00 Uhr im Kulturzentrum UBO9, in der Ubostr. 9 in Aubing sein und zwar mit unserer neuesten Produktion SPIEGELGEBLIEBEN- LIEGENGESPIEGELT
. Kartenreservierung unter 0151 / 638 856 98

Zum Stück: SPIEGELGEBLIEBEN – LIEGENGESPIEGELT
Je länger man sich im Spiegel betrachtet, desto mehr verschwimmt die Grenze von Wirklichkeit und Fantasie.
Du kannst die Gesetze rezitieren – höchstwahrscheinlich ist, dass du sie brichst. Das liegt in der Natur des Menschen.
Mit dieser Doppelbödigkeit beginnt unser Stück, eine Art Kriminalkomödie mit Tatort München. Der Zuschauer ist eingeladen der Spur zu folgen und gemeinsam mit den Darstellern den Fall zu lösen. Was hier real ist, ist eine Gruppendynamik, in dem sich der Kläger auch zum Angeklagten verwandelt. Was aber wenn Kommissar (Kläger) und angeblicher Täter (Angeklagter) um eine nicht vorhandene Leiche streiten? Herzliche Einladung dazu!

Des Weiteren werden wir im Sommer 2019 ein Gastspiel im KLEINES THEATER HAAR haben und im Herbst eine weitere Aufführung im LINDENGARTEN in Legau im Allgäu. Genauere Informationen zu diesen beiden Terminen werden wir im nächsten Rundbrief bekannt geben.

Die Proben der Theatergruppe DIE KÖRPERMOMENTE finden jeden Samstag von 10.30 – 13.30 Uhr in der Dülferstr. 34 statt. Bei Interesse können Sie uns kontaktieren über den Autismusverein oder unter folgender Mailadresse: info@die-koerpermomente.de

Weitere Informationen können Sie anfordern unter www.theaterundautismus-oberbayern.de

J. Winter


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Fortbildungsangebote

Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Unsere Helferschulungen 2019

Wie schon in 2018 kooperieren wir mit BiB, GLL, der Lebenshilfe München, der OBA evangelisch und dem Autismus Kompetenzzentrum Oberbayern, neu hinzugekommen als Kooperationspartner ist die Caritas. Das bedeutet, dass unsere Helfer an einigen der Seminare unserer Partner kostenlos teilnehmen können (siehe „Fortbildungsprogramm 2019“ der genannten Partner). Ebenfalls kostenlos für unsere Helfer ist das gemeinsame „Schulungsprogramm 2019“ von autkom und autismus Oberbayern e.V.

Falls Sie als Helfer unseres Helferdienstes mehr über unsere Kooperation wissen möchten, melden Sie sich bei Frau Pospiech, 0172 / 374 9111 oder helferdienst@autismus-oberbayern.de. Sie wird Ihnen weiterhelfen können.


Erkennen von Mimik und Emotionen bei autistischen Menschen

Das Erkennen von Mimik bereitet vielen autistischen Menschen große Schwierigkeiten: Programme, die das Einüben dessen (mimischer Ausdruck) und deren Deutungen ermöglichen, müssen an ein Lernprogramm gekoppelt werden, das nicht nur die formalen Merkmale der Mimik beibringt, sondern sich auch mit der tieferen, komplexeren Ebene der Gefühle beschäftigt.
Das Münchner Programm zum Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühle wird seit Jahren erfolgreich in der Förderung von autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen angewendet.

Referentin: Susanne Maróthy
Datum/Uhrzeit: Di., 30.04.2019, 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 4. Stock
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner*
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP


Visuelle Variantenpläne

Eine Methode, die autistischen Menschen helfen kann, neue erfolgreiche Verhaltensweisen zu lernen, statt anzuecken.

Leo tobt, schreit, kratzt und schlägt um sich; Lisa isst das Wurstbrot der Lehrerin auf; Kevin zieht sich zurück und weint; Moni beschimpft die Betreuerin; Frau May steht hungrig und tobend vor dem leeren Kühlschrank. Wir alle kennen diese und andere Register, die autistische Menschen ziehen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Oft erfahren wir dabei nicht einmal, was los ist. Den Betroffenen selbst ist es offensichtlich verwehrt, ein angemessenes Verhalten zu erlernen, um Wünsche zu äußern oder misslichen Situationen beizukommen. Die Folgen ihres Benehmens können sie nicht absehen. Und schon gar nicht, dass sie oft genug am Ziel vorbeischießen.

Visuelle Variantenpläne veranschaulichen die Zusammenhänge. In Bildern und/oder schriftlich zeigt eine Bezugsperson eine bestimmte Situation auf und stellt zwei Verhaltensvarianten und deren Ergebnisse einander gegenüber: das bisherige Gebaren und eine ganz neue Strategie, mit der sich das jeweilige Ziel viel besser erreichen lässt. Mit Hilfe solcher visuellen Pläne können Menschen mit Schwierigkeiten im sozialen Lernen und Bewältigen alltäglicher Abläufe die Umstände aus der Distanz heraus immer wieder und im eigenen Tempo betrachten und die verschiedenen Wege der Problemlösung abwägen. Verstehen sie erst das Gefüge, entscheiden sie sich fast immer für die annehmbare und vor allem wirkungsvolle Verhaltensvariante und erweitern so die Bandbreite ihrer Handlungsmöglichkeiten.
Visuelle Variantenpläne sind also nicht nur ein Hilfsmittel, um problematisches Verhalten abzubauen, sondern vor allem ein Leitfaden und Anhaltspunkt für das, was man stattdessen tun kann.

Wir wollen im Workshop herausarbeiten, nach welchen Prinzipien Visuelle Variantenpläne aufgebaut und im Alltag eingesetzt werden.

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Do., 09.05.2019, 18.00-21:30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 4. Stock
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner*
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP


Social Stories

Autistische Menschen haben Probleme, sich in der sozialen Welt zurechtzufinden. Der Grund dafür liegt in ihrer sozialen Wahrnehmung: Sie müssen mit speziellen Methoden lernen, soziale Signale und soziale Regeln zu erkennen und richtig zu deuten. Zu diesen Methoden gehören die sozialen Lerngeschichten („Social Stories“). Interessant ist dabei, dass soziale Lerngeschichten immer aktuell, persönlich passend zu einer konkreten Person mit Autismus geschrieben werden. Helfer und Betreuer können diese Methode leicht erlernen und in ihre Arbeit integrieren.

An diesem Abend werden Sie über die Besonderheiten der sozialen Wahrnehmung Menschen mit Autismus, sowie über das Schreiben und die Anwendungsmöglichkeiten von sozialen Lerngeschichten viel Interessantes und Praktisches erfahren.

Je nach Entwicklungsstand eignet sich die Methode für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene im autistischen Spektrum.

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Di., 28.05.2019, 16.00-19.00 Uhr
Ort: Sozialpädiatrisches Zentrum, Garmisch-Partenkirchen
Zielgruppe: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP


* Unsere Kooperationspartner: autkom, OBA- evangelisch in der Region München, OBA-Lebenshilfe, GLL, BiB, Caritas München


Förderung von Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS

Wegen abweichender neurobiologischer Gegebenheiten haben es Menschen mit Autismus besonders schwer, die vielschichtigen Vorgänge bei der zwischenmenschlichen Verständigung zu durchschauen. Schwierigkeiten in der Kommunikation und im Umgang mit der Sprache gehören zu den zentralen, alle Ausprägungsformen verbindenden Kernkriterien des Autismus.

Die Bandbreite reicht von fehlender Sprache bis hin zu guter verbaler Ausdrucksfähigkeit: Einige lernen das Sprechen gar nicht oder nur in Ansätzen. Andere können zwar sprechen, aber ihre Anliegen dennoch nicht kommunizieren. Manche drücken sich überaus gewählt aus, haben aber kein Gespür für Sprachkürzel, Ironie und bildhafte Sprache oder gar für die Regeln des zwischenmenschlichen Dialogs. Fast immer ist auch das Sprachverständnis betroffen.

An vier Abenden wollen wir die ursächlichen Zusammenhänge beleuchten und Hilfsmaßnahmen erarbeiten.

Teil I: Hintergründe und Ursachen der Probleme
fand bereits statt am DO 28.02.2019: 18:00 – 21:30 Uhr

Alle Auffälligkeiten gehen auf Abweichungen in Struktur, Vernetzung und Arbeitsweise des Gehirns zurück. Thema dieses Abends ist, wie sich die daraus entstehenden Dysfunktionen unmittelbar auf Lernvorgänge, das gesamte kommunikative Geschehen und die Entwicklung von Sprachkompetenz auswirken.

Teil II: Rahmenbedingungen und Schlüsselfunktionen
fand bereits statt am DO 28.03.2019: 18:00 – 21:30 Uhr

Auf der Basis des im ersten Teil erworbenen theoretischen Hintergrundwissens bekommen die Teilnehmer einen Überblick, mit welchen Autismus spezifischen Rahmenbedingungen und Vermittlungstechniken sich Lernhürden überwinden lassen und auf welche Schlüsselfunktionen es beim Erlernen kommunikativer und sprachlicher Fähigkeiten ankommt.

Teil III: Förderung nicht oder nicht zielgerichtet Sprechender
fand bereits statt am DO 11.04.2019: 18:00 – 21:30 Uhr

Mit welchen Hilfsmitteln und Strategien können die Bezugspersonen erst einmal das Sprachverständnis Betroffener verbessern? Wie zielgerichtete Kommunikation, Eigeninitiative, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und vielleicht sogar das Sprechenlernen ankurbeln? Ganz entscheidend ist es, überhaupt einen Weg für eine verlässliche wechselseitige Verständigung zu finden. Es werden einige Methoden und Kniffe vorgestellt.

Für manche wird sich TRANS-PIKS als DIE Methode der Wahl erweisen. Ein TRANS-PIKS-Grundkurs beginnt am 03.05.2019.

Teil IV: Förderung gut Sprechender
DO 23.05.2019: 18:00 – 21:30 Uhr

Auch Menschen mit Autismus, die gut sprechen und sich oft sogar recht gewählt ausdrücken, haben ihre liebe Not mit den in unserer Alltagssprache gebräuchlichen Kürzeln, Redewendungen, bildhaften Ausdrücken, ironischen Äußerungen und Witzen. Auch ist es für sie schwer, all die ungeschriebenen Regeln und Normen intuitiv zu erlernen, die einer angenehmen, höflichen und reibungslosen zwischenmenschlichen Kommunikation zugrunde liegen.
Was können die Bezugspersonen tun, um Missverständnisse zu minimieren und den Betroffenen zu mehr pragmatischer Kompetenz zu verhelfen?

Referentin: Maria Lell
Ort: Ort: ACHTUNG: 80336 München, der genaue Ort wird Ihnen eine Woche vor dem Seminar in einer E-Mail bekannt gegeben.
Zielgruppe: Eltern und Fachleute, Angehörige und Interessierte, Menschen mit ASS, für Teil III und Teil IV ist der vorige Besuch der Teile I+II Voraussetzung
Kosten: 20 € pro Person für Teil II, 30 € pro Person für Teil III, 30 € pro Person für Teil IV
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortb.-Punkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 FP je Teil


TRANS-PIKS – Grundkurs 2019

TRANsfer von Symbolkarten – ein Programm für interaktives Kommunikations- und Sprachtraining

TRANS-PIKS von Maria Lell ist eine sprachtherapeutisch fundierte Methode der Unterstützten Kommunikation. Sie ist für Menschen konzipiert, die nicht genügend deutlich oder gezielt sprechen und oft auch gar nicht wissen, wie und wozu man überhaupt kommuniziert.

Das Handicap in Sprache und Verständigung ist eine Folge von mangelnder zwischenmenschlicher Abstimmung und einer anderen Art der Informationsverarbeitung; beides wirkt sich sehr auch auf die Strategien des Lernens aus.
Feingliedrig werden daher Lehrtechniken arrangiert, um Kommunikations- und Sprachlernprozesse in Gang zu setzen. Nach und nach lernen die Betroffenen, Kärtchen mit symbolhaften Abbildungen auszuwählen, zu kombinieren und ihren Bezugspersonen kommunikativ zu übergeben. So wird ein erstes Fundament für Kontaktaufnahme und Verständigung gelegt. In acht kleinschrittig ausgearbeiteten Stufen erfolgt der weitere Sprachaufbau dynamisch offen und entlang der natürlichen Entwicklung, des alltäglichen Sprachgebrauchs und moderner sprachtherapeutischer Methoden.

In diesem Grundkurs TRANS-PIKS werden der theoretische Hintergrund und vor allem die praktischen Teilschritte und Techniken bis Stufe VI vermittelt. Die Kursteilnehmer/-innen werden befähigt, im jeweiligen Fall die benötigten Materialien zusammenzustellen und die methodischen Vorgehensweisen individuell und kreativ einzusetzen.

Vorübergehend wird in den ersten beiden Stufen des Trainings zum eigentlichen Ansprechpartner dazu eine weitere Person als Assistent benötigt. Alle das Training mittragenden Bezugspersonen können ihre Maßnahmen effektiver koordinieren, wenn sie den Kurs gemeinsam besuchen.

Der Lehrgang findet an zwei Schulungsblöcken im Abstand von einigen Wochen statt, sodass erste Erfahrungen und Fragen beim zweiten Termin besprochen werden können.

Methoden: Präsentation, gemeinsames Erarbeiten, Vorführen methodischer Vorgehensweisen, Einüben in Kleingruppen mit Supervision, Videoillustration, Fallbesprechung

Teil I: Freitag 03.05.2019, 17:00 - 20:30 Uhr und Samstag, 04.05.2019, 09:00 – 17:00 Uhr
Teil II: Freitag 28.06.2019, 17:00 - 20:30 Uhr und Samstag, 29.06.2019, 09:00 – 17:00 Uhr

Referentin: Maria Lell
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte, der Besuch des Teil II ist nur nach vorigem Besuch des Teil I möglich
Kosten: 60 € pro Person für Teil I, 60 € pro Person für Teil II
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortb.-Punkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 9 FP je Teil


Einführung in das strukturierte Lernen nach dem TEACCH-Ansatz

Der Name TEACCH steht für „Treatment and Education of Autistic and related Communication handicappend Children”, (Behandlungs- und Bildungskonzept für autistische und in ähnlicher Weise kommunikationsbeeinträchtigte Kinder).

Das Ziel ist die größtmögliche Selbständigkeit und die Maximierung der Lebensqualität für Menschen mit Autismus. Das methodische Vorgehen im TEACCH-Ansatz basiert auf entwicklungspsychologischen und kognitiv-verhaltens-therapeutischen Konzepten. Strukturierte Hilfen fördern das Gefühl von Sicherheit und Kompetenz, denn man kann sich auf Situationen besser einstellen, wenn man versteht was passiert.

Im Seminar werden neben der Philosophie des TEACCH-Anatzes die grundliegenden Ziele einer Förderung und Begleitung von Menschen mit ASS dargelegt. Strukturierung von Raum, Zeit und Material und die Einbeziehung individueller Stärken und Interessen spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Anhand von Materialien, Fotos und Videos aus der praktischen Arbeit, werden individuell entwickelte Hilfen vorgestellt.

In Arbeitsgruppen besteht die Möglichkeit, Zeitpläne zu gestalten, Raum- und Arbeits-Lernplätze zu planen oder Handlungsabläufe zu erstellen.
Für die Gruppenarbeit können folgende Materialien mitgebracht werden: Schuhschachteln, Kleber, Scheren, Kataloge, Buntstifte, Plastikbecher, „altes Spielmaterial“ (Perlen, Muggelsteine, Bildkarten etc.), Schnellhefter aus Karton ggf. selbstklebende Klettbänder.

Referentin: Waltraud Sachseder
Datum/Uhrzeit: Fr., 05.04.2019, 17.00-19.30 Uhr, Sa., 06.04.2019, 09.30-16.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 100 € pro Person
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 9 FP


Tipps zur Pflegebegutachtung bei Menschen mit Autismus

Wer einen Antrag auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) stellt, wird durch einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK) begutachtet. Um sich auf die Begutachtung vorbereiten zu können, bekommen Sie an diesem Informationsabend praktische Tipps wie Sie Menschen mit Autismus dabei begleiten können. Frau Dr. Nicosia Nieß hat viele Pflegebegutachtungen begleitet. Sie kann Ihnen aus Ihrer Erfahrung berichten, wie Sie Menschen mit Autismus bei der Begutachtung unterstützen können.

Referentin: Dr. Nicosia Nieß
Datum/Uhrzeit: Mo.,13.05.2019, 17.30 – 19.30 Uhr
Ort: autkom, Zamdorfer Str. 100, 81677 München
Zielgruppe: Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung und Angehörige
Kosten: 5 € pro Person, für Menschen mit ASS kostenlos
Anmeldung: bei autkom, Tel. 089 / 4522587-0, E-Mail: info@autkom-obb.de


Arbeitskreis TRANS-PIKS für Eltern und Fachleute, die TRANS-PIKS vermitteln

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Fr., 11.10.2019, 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Fachleute und Eltern, die TRANS-PIKS vermitteln
Kosten: 30 € pro Person
Informationen, Anmeldung und Bezahlung bitte direkt bei Frau Lell, Tel.: 08024 / 92 160, E-Mail: maria@maria-lell.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 FP


Visuelle Variantenpläne

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Sa., 23.11.2019, 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 80 € pro Person
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 FP


Social Stories

Referentin: Susanne Maróthy
Datum/Uhrzeit: Di., 12.11.2019, 18.00-21.00 Uhr
Ort: Ort wird noch bekannt gegeben, voraussichtlich Poccistr. 5, 80336 München
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte, Menschen mit ASS
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: siehe unser Anmeldeformular
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP

Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


autkom

Regionale Sprechstunde in Altötting

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass autkom das Angebot an regionalen Sprechstunden erweitert hat.

Ab Januar 2019 sind wir monatlich in Altötting vor Ort, um Menschen mit (Verdacht auf) Autismus-Spektrum-Störung, Angehörige, Fachleute und Interessierte zu beraten.
Die Beratung findet durch die freundliche Kooperation mit der Caritas Frühförderstelle jeden ersten Montag im Monat in deren Räumen in der Neuöttinger Str. 62A, 84503 Altötting statt.

Bitte kontaktieren Sie uns zur Vereinbarung von Terminen:
- telefonisch: Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr unter 089 / 4522587 – 0
- per E-Mail: info@autkom-obb.de

Julia Seiler (Fachkraft Kontakt- und Beratungsstelle)


Vorstellung des autkom-Teams „Kontakt- und Beratungsstelle“

autkom Team Kontakt- und Beratungstelle autkom Logo Kontakt- und Beratungsstelle

Die Fachkräfte der Kontakt- und Beratungsstelle autkom beraten Sie zu allen Fragen rund um das Thema Autismus. Unsere Beratung kann persönlich, telefonisch, per E-Mail und bei Bedarf auch in Form von Hausbesuchen erfolgen. Wir beraten zu sozialrechtlichen Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten, zu Erziehungsfragen ebenso wie zu den Lebensbereichen Beruf, Wohnen, Alltags- und Lebensbewältigung und soziale Beziehungen. Auch geben wir Hilfen bei Fragen zur individuellen Förderung und weiteren Themen. Je nach Fragestellung können Sie sich sowohl von pädagogischen Fachkräften als auch von unserer Psychologin beraten lassen. Wir bieten Beratungen sowohl in München als auch in unseren regionalen Sprechstunden an. Unser Einzugsgebiet umfasst den gesamten Regierungsbezirk Oberbayern. Daher bieten wir einmal monatlich in Ingolstadt, Rosenheim, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen und Landsberg am Lech Beratungstermine vor Ort an.

Durch den Ausbau unserer regionalen Sprechstunden im Osten von Oberbayern haben Sie seit August 2018 die Möglichkeit, auch in Altötting Beratungstermine wahrnehmen zu können. Durch die freundliche Unterstützung der Frühförderstelle des Kreis-Caritasverbandes Altötting e. V. ist es uns möglich, in zentraler Lage Beratungstermine anzubieten.

Da wir Menschen mit Autismus auch in ihrem sozialen Umfeld unterstützen wollen, bieten wir auf Anfrage Einrichtungsbesuche an, beispielsweise in Kindertagesstätten oder am Arbeitsplatz. Neben unserem Beratungsangebot können Sie auch unsere vielfältigen Informationsveranstaltungen rund um das Thema der Autismus-Spektrum-Störung besuchen. Die Themen, Termine und Veranstaltungsorte finden Sie auf unserer Internetseite und in unserem Veranstaltungskalender unter www.autkom-obb.de.

Unsere Bildungsangebote beinhalten:

  • Kochkurse für Erwachsene und Kinder
  • einen Workshop „Sozial kompetent am ersten Arbeitsmarkt – (SokA)“
  • das Elterntraining „Seite an Seite“
  • und unsere Tagesworkshops, bei denen sie sich vertieft mit einem Thema auseinandersetzen können.

Die Freizeit- und Begegnungsangebote umfassen:

  • ein Schachtraining für Kinder und Jugendliche mit und ohne Autismus,
  • progressive Muskelentspannung,
  • einen Treff für Partner von Menschen mit Autismus und
  • eine moderierte Selbsthilfegruppe.

Bei unserem Offenen Treff können sich Menschen mit Autismus kennen lernen, vernetzen, austauschen und diskutieren. Mit unserem Elterncafé bieten wir einmal monatlich von 17.30 – 19.30 Uhr eine offene Runde in entspannter Atmosphäre an. Hier können sich Eltern, Großeltern und Angehörige von Menschen mit Autismus treffen, sich austauschen oder einfach gemütlich Kaffee trinken und in den autismusspezifischen Büchern unserer Bibliothek schmökern. Für fachliche Fragen steht Ihnen eine Fachkraft von autkom zur Verfügung.

Ein weiterer wichtiger Baustein unserer Arbeit ist die Kooperation und Vernetzung in ganz Oberbayern. Um den Austausch von Einrichtungen, Diensten, Organisationen, Vereinen, Behörden und Praxen vor Ort miteinander anzuregen, bieten wir in den Regionen unserer Außensprechstunden einmal jährlich ein Vernetzungstreffen an. Sprechen Sie uns einfach an oder informieren Sie sich unter www.autkom-obb.de. Wir freuen uns über Ihre Mitwirkung!

Wenn Sie Fragen zu den Angeboten unserer Kontakt- und Beratungsstelle haben oder eine Beratung wünschen, helfen Ihnen unsere Fachkräfte gerne weiter. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf unter info@autkom-obb.de oder telefonisch unter 089 -4522587 – 0 (Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr.)
Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen!

Heidrun Müller (Teamleitung Kontakt- und Beratungsstelle)


Freie Plätze im Ambulant betreuten Wohnen

autkom Logo Wohnen

ab sofort

in den Bereichen

  • Betreutes Einzelwohnen (Stadt München, Landkreis München und FFB)
  • Individuelle Förderung im Alltag

Mit dem Angebot des Ambulant betreuten Wohnens ermöglichen wir erwachsenen Menschen ein weitgehend eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Unsere pädagogischen Fachkräfte unterstützen Sie in allen erforderlichen Lebensbereichen. Beispielsweise erhalten Sie Hilfestellung und Begleitung

  • bei der Haushaltsführung und bei allen lebenspraktischen Anforderungen (z.B. Behördengänge),
  • im Bereich der Ausbildung und Arbeit,
  • in der Tages- und Freizeitgestaltung,
  • beim Aufrechterhalten sozialer Kontakte sowie
  • im Umgang mit persönlichen Schwierigkeiten.

Die Unterstützung erfolgt stundenweise und richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf.

Grundsätzlich können erwachsene Menschen mit der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung ab dem 21. Lebensjahr (in Ausnahmen ab 18 Jahren) am Ambulant betreuten Wohnen teilnehmen.

Gerne beraten wir Sie über unser Angebot und helfen Ihnen bei Bedarf bei der Beantragung der Kostenübernahme, die bei Vorliegen der Voraussetzungen (Umfang des Unterstützungsbedarfes und Höhe des Einkommens) über die Eingliederungshilfe erfolgen kann.
Die Beratung ist kostenfrei.

Wenn Sie Interesse an dieser unterstützenden Wohnform haben, nehmen Sie bitte mit Frau Katharina Schwamm Kontakt auf.

Ansprechpartner: Katharina Schwamm
Telefon: 089/45 22 587-0
E-Mail: katharina.schwamm@autkom-obb.de

Dr. Martina Schabert (Fachreferentin)


Veranstaltungskalender 2019

Veranstaltungskalender 2019

Unserem neuen Veranstaltungskalender können Sie detaillierte Informationen zu unseren vielfältigen Angeboten und Aktivitäten entnehmen. (Um den Veranstaltungskalender herunterzuladen und anzusehen, klicken Sie einfach auf der Bild rechts.)

Der offene Treff für Menschen mit Autismus findet jeden Freitag von 12:30 bis 14:30 Uhr statt. Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung und Angehörige sind neu, einmal im Monat von 17:30 bis 19:30 Uhr, in das Elterncafé eingeladen um sich auszutauschen und zu plaudern. Eine Anmeldung ist für die offenen Treffs nicht erforderlich. Wir freuen uns über jede/n der einfach mal vorbei schaut.

Unsere Freizeit- und Begegnungsangebote finden in regelmäßigen Abständen statt. Sie umfassen Treffs für Partner von Menschen mit Autismus, Entspannungskurse, Schachkurse für Kinder, Treffen für Geschwisterkinder sowie die moderierte Selbsthilfegruppe.

Für Bildungsangebote, wie den Tagesworkshop ‚Strukturierungs- und Visualisierungshilfen in Anlehnung an den TEACCH-Ansatz‘ (14.05.2019) oder unser neues Angebot, die ‚Kinderküche‘ (15.04., 07.06., 27.09., 06.12.), ist eine Anmeldung erforderlich.

Auf folgende Informationsveranstaltungen möchten wir Sie insbesondere hinweisen:

  • 26.03. Informationsabend zum Projekt Entwicklung einer Autismus-Strategie Bayern
  • 04.04 Unterstützung der sozialen und emotionalen Kompetenz (Rosenheim)
  • 21.05. Autismus und psychische Erkrankungen
  • 24.06. Autismus kindgerecht erklären (Neuburg-Schrobenhausen)

Nähere Informationen entnehmen finden Sie auf unserer Homepage: www.autkom-obb.de

Sie können sich anmelden unter Tel. 089 / 4522587-0 oder info@autkom-obb.de

Dr. Martina Schabert (Fachreferentin autkom)


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


akn

Der Kooperationspartner MAut feiert 20jähriges Bestehen

Im Frühjahr 1999 wandte sich der Verband „Hilfe für das autistische Kind, Regionalverband München e.V.“, jetzt „autismus Oberbayern e.V.“ an das Bayrische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit mit der Bitte um Unterstützung bei der beruflichen Intergration von Menschen mit High-Functioning-Autismus und Asperger-Syndrom.

Das ist nun schon zwei Dekaden her: MAut feiert dieses Jahr sein 20jähriges Jubiläum! Wir gratulieren herzlich.

Anlässlich des Jubiläums veranstaltet MAut eine Festreihe:

  • laufende Informationsveranstaltungen
  • Sozialtraining Maut zum Jubiläumspreis
  • Tag der offenen Tür am 28. Juni 2019
  • Fachvortrag am 19. Juli 2019 mit Prof. Dr. Ludger Tebartz van Elst und Sonja Ziebarth

Genauere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Flyer (falls Sie diesen Rundbrief postalisch erhalten, dann finden Sie den Flyer als Einlegeblatt zum Rundbrief): https://www.m-aut.de/mediadb/9425/20450/20_Jahre_MAut_Flyer.pdf


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Informationen und Tipps

Landespflegegeld und Kindergeld

Anfang 2019 wurden die FAQs zum Landespflegegeld erneuert (Link zu den FAQs in pdf-Form: http://www.landespflegegeld.bayern.de/faq.pdf).
Auf Seite 9 der pdf ist zu lesen: „Die Eltern bzw. rechtlichen Vertreter pflegebedürftiger erwachsener Kinder mit Behinderung können also davon ausgehen, dass der Kindergeldanspruch durch die Inanspruchnahme des bayerischen Landespflegegeldes nicht verloren geht.“


Pauschaler Wahlrechtsausschluss ist verfassungswidrig

Durch einen Beschloss des Bundesverfassungsgerichts vom 29.1.2019 ist der Wahlrechtsausschluss für Behinderte für verfassungswidrig erklärt worden. Die Bundesregierung hat damit den Auftrag bekommen, das Wahlrecht zu ändern.

Die Erarbeitung eines „inklusiven Wahlrechts“ ist nun auch am 12.3.2019 beschlossen worden: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/082/1908261.pdf


Fortbildungen vom Bundesverband, autismus Deutschland e.V.

Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. veranstaltet auch in 2019 zahlreiche Fortbildungen. Zwei davon werden in München stattfinden.
Genaueres entnehmen Sie bitte dem Fortbildungsprogramm des Bundesverbands: https://www.autismus.de/veranstaltungen/fortbildung-fba.html

Eine Anmeldung ist nur schriftlich möglich (und nur bei autismus Deutschland e.V.!): https://www.autismus.de/fileadmin/VERANSTALTUNGEN/FBA-Anmeldeformular.pdf

Teilnahmebeitrag für die unten genannten Fortbildungen: 140 Euro f. Mitglieder, 170 Euro für Mitarbeiter von Mitgliedseinrichtungen, 200 Euro für Sonstige
Kosten inklusive Seminarunterlagen und Verpflegung.

Frühförderung nach dem Early Start Denver Model (ESDM)

Kurs-Nr.: 2019-18
Referent: Barbara Rittmann, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Termin: Freitag, 24.05.2019, 9.30 – 17.00 Uhr
Zielgruppe: vorwiegend für Fachkräfte
Anmeldefrist: 24.04.2019

Autismus und Sexualität – im Spannungsfeld zwischen Lust und Frust

Kurs-Nr.: 2019-19
Referent: Barbara Rittmann, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Termin: Samstag, 25.05.2019, 9.30–17.00 Uhr Zielgruppe: Angehörige u. Fachkräfte
Anmeldefrist: 25.04.2019


Überarbeitung des Ratgebers „18 werden mit Behinderung“ vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)

Der bvkm hat seinen Ratgeber „18 werden mit Behinderung“ überarbeitet und auf seiner Webseite erneuert.
Heruntergeladen kann der Ratgeber hier: https://bvkm.de/wp-content/uploads/2019-18werden_web.pdf
Eine Druckversion kann direkt beim bvkm bestellt werden.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Buchbesprechungen und Rezensionen

Meine Brücke zu dir – Menschen inner- und außerhalb des autistischen Spektrums im Dialog

Melanie Matzies-Köhler, Gee Vero, Kohlhammer 2017

Meine Brücke zu dir

Schade, dass der Verlag dem Buch sein Standard-Cover verpasst hat. Dieses Buch ist so voller Farben und Ideen, dass es mich vom ersten Lesen an gefesselt hat. Keine Erklärung von Autismus aus wissenschaftlicher Sicht, sondern ein echter Dialog, der sich im Lauf der Zeit weiterentwickelt. Ich finde es hochinteressant, wie sehr die beiden Frauen in philosophische Fragen eintauchen. Das schätze ich auch an den autistischen Menschen, mit denen ich befreundet bin – es wird kein Smalltalk verlangt, sondern Kommunikation und die Bereitschaft, nachzufragen und zu klären. Melanie Matzies-Köhler und Gee Vero gehen den Gefühlen, die bestimmte Situationen bei ihnen auslösen auf den Grund. Ich bewundere, wie konzentriert die beiden bei einem Thema bleiben und wie genau sie die Briefe gegenseitig entschlüsseln.

Den Briefwechsel zum Thema Glaube finde ich hinreißend in seiner Logik. Theory of mind und das alte Beispiel von Sally und Anne haben wir wahrscheinlich alle gehört oder gelesen. Wie Gee Vero die Geschichte unter gänzlich anderen Aspekten beleuchtet, wie sie mit 14 (vierzehn) Fragen an die Situation herangehen würde, hat mich fast vom Stuhl gehauen (ja, man darf auch mit autistischen Menschen Metaphern benutzen).

Alle Themen sind interessant, aus ungewohnten Blickwinkeln betrachtet. Die Diskussion über das „Selbst“ und das „Ich“ fand ich einen Höhepunkt des Buchs. Gee Vero schreibt: In meiner Abitur-Zeitschrift stand folgender Spruch: „Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben“.

Dr. Nicosia Nieß


Autismus verstehen – Außen- und Innensichten

Georg Theunissen (Hrsg.), Kohlhammer 2016

Autismus verstehen

Gerade der Pädagogik steht es gut an, die Inklusion behinderter Menschen in das Zentrum ihrer Überlegungen zu stellen. Ich freue mich, dass ein langjähriger Theoretiker wie Georg Theunissen nun auch die Innensicht autistischer Menschen in den Mittelteil dieser Texte gestellt hat. So unterschiedliche vom Autismus betroffene Menschen wie Gee Vero - die Künstlerin - oder Peter Schmidt - der rationale Planer - geben Einblicke in die Erfahrungen, die sie machen und wie sie mit ihren ganz individuellen Stärken und Schwächen umgehen. Das Resümee von Jürgen Boxberger aus der Innensicht sollten wir uns alle besonders zu Herzen nehmen: „Im Übrigen zeigt dieses Beispiel, wie wertvoll die persönlichen Erfahrungen erwachsener Autisten für nachfolgende Autistengenerationen sein können. Die Chance, aus dem Erfahrungsschatz älterer, lebenserfahrener Autisten profitieren zu können ist für jüngere Autisten ein unschätzbarer Vorteil, der zukünftig genutzt werden sollte.“
Dieses Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ich wünsche ihm viele Leser, die seine Erkenntnisse auch umsetzen – zum Wohl der autistischen Menschen und zum gedeihlichen Zusammenleben der Autisten und der neurotypischen Menschen.

Dr. Nicosia Nieß


Welche Remoulade gehört zu Nudeln?

Miriam Schreiber, tredition 2018

Welche Remoulade gehört zu Nudeln?

Es gibt viele Bücher im Themenkreis Autismus. Das ist auch gut so. Aber die Autorin dieses Buches hat schmerzlich ein „praktisches“ Buch vermisst. Wie geht „man“ als Mutter mit den vielen verwirrenden Situationen um, wenn das autistische Kind sich so ganz anders verhält als die Geschwister oder die Nachbarskinder. An mehreren Stellen gibt sie Beispiele, wie es für ihren Sohn Joshua leichter ist, Anweisungen zu befolgen. „Es wäre gut, wenn Du Dir bevor wir gehen noch schnell die Zähne putzen könntest“ ist für Autisten verwirrender als „Putz Dir die Zähne“.

Miriam Schreiber ist selbst Lehrerin, sie kennt also die Schule von innen und so konnte sie viele Tipps geben, wie man hilfreiche Regeln und Routinen auch für ein autistisches Kind in einer Regelschule etablieren kann. Schon aus dem Titel konnte ich mir vorstellen, dass das Thema „Essen“ einen großen Raum im Buch einnimmt. Da interessante Essgewohnheiten bei den meisten autistischen Kindern eine große Rolle spielen, hat mich das auch nicht überrascht. Dabei sind die Regeln, die der Autist für Mahlzeiten aufstellt, wirklich anspruchsvoll, aber es steht ja auch nicht im Gesetzbuch, dass Mutter zu sein besonders leicht ist.

Vielen Müttern (und Vätern) wünsche ich, dass sie Spaß an diesem Buch haben und neue Ideen ausprobieren können.

Dr. Nicosia Nieß


Geschwister von Kindern mit Autismus – ein Praxisbuch für Familienangehörige, Therapeuten und Pädagogen

Inez Maus, Kohlhammer 2017

Geschwister von Kindern mit Autismus

Das Buch von Inez Maus ist entstanden aus eigener Betroffenheit und der Suche einer Mutter nach Hilfe für die nicht-betroffenen Geschwisterkinder. Die Autorin stellt sehr ausführlich und umfassend die Situation der Geschwisterkinder im Kontext Autismus dar.

Nach grundlegenden Informationen über die Sicht auf Geschwisterkinder stellt sie die unterschiedlichen Altersgruppen sehr differenziert dar. Aus der Sicht der Geschwister beschreibt sie deren Situation.
Besonders gelungen finde ich, dass Frau Maus auf sehr viele Situationen eingeht und dann gleich Strategien im Umgang mit diesen aus ihren persönlichen Erfahrungen heraus aufzeigt.
Für die Zielgruppe Eltern ist das Buch sicherlich mit vielen praktischen Hilfen sehr nützlich. Auch für Therapeuten und Pädagogen gibt es einen guten Einblick in die Situation von Geschwisterkindern und kann eine gute Struktur für die zielgruppenorientierte Arbeit sein.

Sandra Klas


Online-Kurs zum Thema „Autismus und Schule“

Kurslogo Autismus und Schule

Auf Ellas Blog kann man einen Onlinekurs zum Thema Schule buchen. Der Kurs ist in erster Linie für Schulbegleiter, Erzieher, Lehrer und Eltern gedacht.

In Schulen gibt es erfahrungsgemäß immer wieder Probleme mit autistischen Kindern. Diesen kann man oft entgegenwirken, indem sich Lehrer und andere Fachpersonen bzgl. Autismus informieren und sensibilisieren und Schulbegleiter gut vorbereitet ihre Aufgabe angehen.

Dazu kann ich diesen Kurs jedem empfehlen. Silke Bauerfeind geht überaus einfühlsam an die Thematik heran, klärt über das Autismus-Spektrum auf und zeigt auf, wie man die Umgebung und Bedingungen für autistische Schüler so gestalten kann, damit diese zurechtkommen.
Auch wird eine Vielzahl von Arbeitsmaterialien bereitgestellt, die es möglich machen, theoretische Aspekte individuell auf jeden Schüler im Alltag zu übertragen, egal welche Schulform besucht wird. Zudem gibt es extra Kapitel unter anderem zu den Themen Schulbegleitung und Nachteilsausgleich und Aufklärung von Mitschülern und anderen Eltern.
Insgesamt verbindet der Kurs Aufklärung über das Autismus-Spektrum mit schulspezifischen Lösungsansätzen, ist von überall zu bearbeiten, zeitlich flexibel und ermöglicht es auf diese Weise, sich ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand fortzubilden.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass Online-Kurse eine gute Alternative für Autisten darstellen. Denn so kann man als Autist ohne Reize, herausfordernde Anfahrten oder soziale Überforderung in Ruhe einen Kurs machen. Auch kann man den Kurs im eigenen Tempo genießen. Man kann zurückspulen, wenn man etwas noch mal hören will und auch Pausen einlegen. Ich freue mich schon auf zukünftige neue Onlinekurse und andere Projekte auf Ellas Blog.

Der Onlinekurs ist absolut empfehlenswert.
Mehr Informationen auf www.ellasblog.de/onlinekurs-schule

Zu dieser Gelegenheit möchte ich auch allen an dem Thema Schule interessierten Personen das Interview mit der Lehrerin Sandra und das Interview mit der Autistin Susan ans Herz legen, welche ebenfalls auf Ellas Blog zu finden sind.

Nanna Lanz


Zurück zum Inhaltsverzeichnis